
Gegenwind ZüriOberland
für eine windkraftfreie Landschaft
Unter den Deckmäntelchen „Mehr Winterstrom“, „Energiewende“ und „Ausbau erneuerbarer Energiequellen“ droht der Bau von gigantischen, bis zu 300 m hohen Grosswindkraftanlagen in unserer Landschaft. Diese wären auf eine Distanz von über 50 km weit sichtbar und stellten mit den bewegten Rotoren eine gewaltige und ständige Störung im Landschaftsbild dar.

Die demokratische Mitbestimmung von Bevölkerung und Gemeinden wird beschnitten. Auf der Grundlage der festgelegten Gebiete im kantonalen Richtplan hätten dann Investoren einen Rechtsanspruch auf eine Baugenehmigung, ohne dass die Öffentlichkeit und die Gemeinden mitbestimmen könnten.
Das ZüriOberland ist einerseits dichtbesiedelt, weist aber andererseits noch viele naturnahe und landschaftlich attraktive, wenig gestörte Gebiete auf.
Wir sind der Ansicht, dass
Die Lebensqualität ist verhältnismässig hoch und das zieht auch viele Menschen an die noch weitgehend unverbauten Oberländer Seen und in die aussichtsreichen Hügel des Tössberglands.
Davon sollen auch unsere Nachkommen noch profitieren!
In dieser Region will der Regierungsrat des Kantons Zürich mehrere Standorte für Grosswindkraftwerke mit Sichtwirkung auf über 50 km festlegen (Link zur aktuellen Karte). Sind solche Gebiete im Richtplan eingetragen, gibt es weder für die Gemeinden noch für die Bevölkerung eine Mitbestimmung.
Mitbestimmung in der Raumplanung ist ein wichtiges Element unserer Demokratie!
Wir von Gegenwind ZüriOberland setzen uns deshalb für eine umweltschonende Energiewende ohne landschaftszerstörende Grosswindkraftwerke (GWKA) ein. Die Region ZüriOberland mit den Bezirken Hinwil, Uster und Pfäffikon ist unser Einzugsgebiet.

Das ZüriOberland soll weiterhin eine von Grosswindkraftwerken (GWKA) freie Landschaft bleibt und die Energiewende muss nachhachhaltig gestaltet werden.
Aktuelle Lage
Änderung Energiegesetz
Der Regierungsrat des Kantons Zürich legte 2023 eine Änderung des Energiegesetzes auf. Darin sollten die Mitwirkungsmöglichkeiten der Öffentlichkeit und der Gemeinden betreffend der Richtplanung - und speziell die Standorte für Windparks und Deponien - auf eine Kommentarfunktion eingeschränkt werden.
Nach dem heftigen Widerstand im Vernehmlassungsverfahren hat der Regierungsrat die Vorlage vorerst wieder in die Schublad gelegt. Wir haben uns vollständig gegen diesen Abbau einer demokratischen Mitwirkung ausgesprochen.
Änderung Richtplan
In der Vorlage waren im Einzugsgebiet noch 7 Standorte eingetragen. Auf 5 hat der Regierungsrat in seiner Vorlage an den Kantonsrat inzwischen - allerdings nur vorläufig - verzichtet. Wir haben sämtliche Standorte für GWKA-Gebiete abgelehnt und werden auch die verbliebenen und allfällig neuen bekämpfen.
Halbierung der Kompensationspflicht bei Waldrodungen
Ständerat Benedikt Würth (Mitte) hat mit einer Motion verlangt, dass künftig bei Waldrodungen für Bauten und Anlagen nur noch die Hälfte wieder aufgeforstet werden muss. Wir haben uns klar gegen diesen perfiden Angriff auf unsere natürlichen Lebensgrundlagen ausgesprochen. Gerade im Mittelland geht die Waldfläche nämlich jetzt schon zurück (das Wachstum der Waldflächen findet im Jura und in den Alpen statt).
Energieverbrauch
Jeder Energieverbrauch(1) führt in der einen oder anderen Form zu einer Umweltbelastung. Eine vernünftige, sorgfältige und sparsame Verwendung ist deshalb angesagt. Wir unterstützen des die „Energiestrategie 2050“ und setzen die Ziele deutlich höher. Das ist technisch möglich und auch finanziell ohne zusätzliche Belastung realisierbar.
1) Energie kann physikalisch gesehen nicht verbraucht werden, es ändert nur die Form und schlussendlich endet jede Ende als nicht mehr nutzbare Wärme.