Rechenzentren verbrauchen nur 5 % - kein Problem?
- 18. Mai
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MM von "Gegenwind-ZüriOberland" vom 12.05.2026

Rechenzentren verbrauchen nur 5 % - kein Problem?
Der Zürcher Regierungsrat will unsere noch freie Landschaft mit 60 Grosswindkraftwerken (GWKA) mit einer Höhe von bis zu 300 m zubauen lassen. 2030 könnten diese dann
ungefähr 530 GWh Strom produzieren. Gleichzeitig lässt er den Bau neuer Rechenzentren
zu mit einem Stromverbrauch von ebenfalls 530 GWh pro Jahr. Dabei wollte er eigentlich die Energiewende fördern, besonders den Ersatz von Öl und Gas durch Strom.
Gegenwind ZüriOberland fordert eine Abkehr des „immer mehr von allem“ und eine ganzheitlich strategische Ausrichtung. Insbesondere müssen stromfressende Einrichtungen verhindert und die Stromproduktion ins Siedlungsgebiet verlagert werden. Auf diese Weise kann eine hohe Lebensqualität gewährleistet werden und die freie Landschaft kann erhalten bleiben.
Im letzten Dezember hat der Regierungsrat die Katze aus dem Sack gelassen: In 19 Eignungsgebieten sollen etwa 60 GWKA gebaut werden können. Diese Anlagen erreichen inzwischen Höhen bis über 300 Meter und liefern dann höchstens 5 % des heutigen Verbrauchs. Damit möchte er einen Beitrag zur Substitution von fossilen Quellen leisten. Aber ein ganz anderer Punkt lässt die regierungsrätlichen Absichten ins Absurde driften: Neue Datenzentren spriessen wie Unkraut in den Metropolen in die Höhe. Allein im Kanton Zürich wurden schon viele gebaut und zahlreiche neue sind geplant. Problematisch ist der immense Stromverbrauch. Das Bundesamt für Energie rechnet sogar mit einer Verdoppelung von heute 6 % bis 2030. Besonders störend ist dazu die Tatsache, dass ausgerechnet diese Einrichtungen von einem Rabatt für Grossverbraucher und zusätzlich von der Befreiung der Abgabe von 2,3 Rappen pro Kilowattstunde zur Förderung der Erneuerbaren profitieren.
Dabei gilt es noch zu beachten, dass die Stromverschwendung gemäss Bundesrat mehr als 10 % des Verbrauchs beträgt. Damit gibt es mehrere Widersprüche zur Behauptung des Baudirektors Neukom, der Bau vieler GWKA sei alternativlos. Co-Präsident Jens Martignoni fordert deshalb: „Volkswirtschaftlich ist es sehr viel sinnvoller, die riesige Verschwendung abzustellen als die freie Landschaft zu malträtieren.“
Eine echte Energiewende setzt Energiesparen und Effizienzsteigerung als erste Priorität, anschliessend kommt die Produktion von erneuerbarer Energie im Siedlungsgebiet. Die nur kurzfristige Abdeckung der Profitinteressen von globalen IT-Konzernen hingegen darf kein Grund sein für die Beeinträchtigung von Natur und Landschaft zum Schaden von uns allen.
Gemäss dem Bundesamt für Energie gibt es im Kanton Zürich ein noch ungenutzes Potential zur Stromproduktion von mehreren Tausend GWh über Photovoltaik im Gebäudebestand. „Hier wäre das Geld wesentlich sinnvoller eingesetzt“, findet Uwe Scheibler, Sprecher von Gegenwind ZüriOberland und ergänzt: „Wir warten gespannt auf den „Energiestrategiebericht 2026“ des Regierungsrats und hoffen auf eine landschaftsverträgliche Anpassung.“. __________________________________________________________________________________
Kontakt:
Verein Gegenwind-ZüriOberland, info@gegenwind-zo.ch
Sprecher Uwe Scheibler: 079 156 82 78



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