Rhetorischer Wind, aber keine konkreten Zahlen für dengeplanten Windpark Batzberg
MM von "Gegenwind-ZüriOberland" vom 02.09.2026
Nach verlängerter, fast anderhalbjähriger Messdauer gibt es nur eine allgemeine Verkündigung: Es könnte genügend Wind für einen profitablen Betrieb geben. Genaueres wird man wohl erst einem Jahr wissen. Ein mageres Ergebnis!
Die Windmessung für die geplanten Grosswindkraftwerke (GWKA) auf dem Batzberg in Rüti und Wald wurde abgeschlossen. Das Konsortium, geführt vom EW Wald, behauptet nun, der Standort biete genügend Wind, um jährlich über 20 Gigawattstunden (GWh) an Strom zu erzeugen.
Konkrete Angaben zu den gemessenen Windgeschwindigkeiten, zur zeitlichen Verteilung des Windaufkommens sowie zu den daraus abgeleiteten, möglichen Stromerträgen wurden aber nicht veröffentlicht. Eine abschliessende Auswertung der Messungen wird offenbar erst in rund einem Jahr erwartet. Die noch im Frühling versprochene Informationsveranstaltung für die Öffentlichkeit in Wald wurde stillschweigend abgesagt.
Damit bleibt zum jetzigen Zeitpunkt offen, welche konkreten Erkenntnisse die bisherige Messkampagne für den Standort Batzberg erbracht hat und auf welcher Datengrundlage die Einschätzung eines möglicherweise wirtschaftlichen Betriebs beruht. Nach der langen Messdauer wäre eine transparente Veröffentlichung der erhobenen Messdaten und ihrer Auswertung wünschenswert. Erst auf dieser Grundlage lässt sich die Eignung des Standorts Batzberg sachlich beurteilen.
Ein Vergleich dieses Produktionspotentials mit den aktuell geplanten Rechenzentren im Kanton zeigt auch die lückenhafte Energiestrategie des Kantons auf: Ein einziges Rechenzentrum beansprucht nämlich eine Bereitstellung von 100 GWh Strom pro Jahr an aufwärts. Da müssen die vom „Zürcher Oberländer“ berechneten 4’000 Wärmepumpen (ZO vom 31.08.2026), die mit dem Windindustrie-Areal Batzberg beliefert werden könnten, dann weit hinten anstehen.
Das wäre volkswirtschaftlich sehr viel einfacher und günstiger und gerechter zu regeln: Mehr Anreize für einen vernünftigen Umgang mit dem Strom und eine Belohnung für’s Sparen sowie die Ausnutzung unseres Gebäudebestands für die Stromproduktion. Wie das Bundesamt für Energie aufzeigt (sonnendach.ch), kann damit in allen Oberländer Gemeinden mehr Strom produziert werden als der heutige Verbrauch und der Gewinn verteilt sich auf sehr viele Personen und Firmen. So wird auch kein Quadratmeter Wald oder Landwirtschaftsland verbraucht und eine Umweltbelastung ist damit auch nicht verbunden.
Angesichts der grassierenden Stromverschwendung und vor dem Hintergrund der Planung stromfressender Rechenzentren fordert Gegenwind ZüriOberland eine Umlenkung der massiven Subventionen für neue Wind- und Wasserkraftwerke in Effizienz und Stromsparen und eine nachhaltige Energiestrategie des Kantons.




Windpark auf dem Batzberg Visualisierung ist sehr eindrücklich.
Mit grossem erstaunen lese ich jetzt das es genug Wind für einen Windpark haben soll. Da läuten bei mir die Alarmglocken. Ich bin sehr skeptisch wie sinnvoll das sein soll auf dem Batzberg ein Windpark zu erstellen. Aufgeschreckt hat mich auch die Visualisierung auf dieser Seite😱
wo eindrücklich gezeigt wird wie das die Landschaft in unserem schönen Zürcher Oberland verändern wird. Ein Blick darauf lohnt sich. Ich bin auch sehr beunruhigt, wenn ich mit vorstelle, wie diese gigantischen Anlagen auf den Batzberg transportiert werden sollten. Sind doch die Zufahrtswege sehr schmal und kurvenreich. Ich bin auch überzeugt das es bessere Alternativen gibt als Windkraft in unserem sehr windarmen Land um Strom zu…